Hund mit tanzenden Knochen

Willem Lenssinck
Willem hatte einen Couchtisch angefertigt. Dieser hieß der Pieter d’Hont-Tisch, weil der berühmte Utrechter Bildhauer Pieter d'Hont dabei war, als Willem den Hund anfertigte. Pieter, ein Vorbild für Willem, fragte nach der Armatur, aber die war nicht vorhanden. Willem erklärte, dass das Bild aus Luftkammern aufgebaut war. Das hatte Pieter noch nie gesehen! Eine keramische Lösung, die Basis von Willems Arbeit. Das Bild des Hundes war fertig und Willem stellte es beiseite an einen Sockel, auf dem abgeformte Knochen lagen. Die anderen Teile für den Tisch. Jedes Mal, wenn Willem daran vorbeiging, dachte er: Das ist doch ein witziges Bild. Ein Hund, der regungslos und sabbernd auf Essen starrt. Allerdings wurde das Maul ein wenig verändert und er wollte einen kleinen Springbrunnen in das Maul einbauen, aber das ist nicht gelungen. Bild von Knochen, die mit einem Stift aufeinander befestigt sind, sodass sie sich drehen können. Das Bild wurde nie verkauft. Aber das ist typisch für Künstler: Sie machen in erster Linie das, was sie schön finden und nicht das, was sich verkauft.
120 x 140 cm
Bronze & Granit
2003
Erwähnt in der Monografie S. 110-113
Willem Lenssinck - Dog with Dancing Bones