Marienkäfer klein

Willem Lenssinck
Willem baute auf dem Vogel des Happy Bird Day auf. Er passte ihn so an, dass er ein eigenständiges Bild wurde. Später ließ er dieses Bild in Paris vergrößern. Das war der Auftrag des Auftraggebers. Das kleine Werk ließ er in Bronze gießen, als Geschenk an den Auftraggeber. Dieser wusste das nicht, weil es eine Überraschung sein sollte. Kunsthändler Kurt Zimmermann fand das kleine Bild so schön, dass er es auf der TEFAF präsentieren wollte. Aber wer kam in den Stand des Kunsthauses Buhler: der Auftraggeber, und dieser war nicht von einer kommerziellen Ausbeutung des Bildes angetan. Es folgte sogar ein Rechtsstreit, den Willem gewann, aber das Leid war bereits geschehen. Aus Neid sägte er daraufhin den Schwanz des großen Bildes des Auftraggebers ab. Das sah seltsam aus und musste angepasst werden. Willem & Catherine gingen dann am Bäcker vorbei und sahen dort Ostereier liegen. Da fragte er den Bäcker: Können Sie ein Schokoladenei gießen? Nein, denn die Eier waren alle schon gegossen, aber Willem durfte die Stahlgussform für die Eier verwenden. Hier fertigte er schließlich ein goldfarbenes Ei an, das er unter das Loch des Schwanzes montierte. Bei der Enthüllung sah der Auftraggeber das Bild ohne Schwanz und war sehr verdattert. Doch das ist nicht neu. Rembrandt war auch ungestört, wenn es um Beschwerden oder Missverständnisse ging. Als Künstler muss man autonom sein können.
128 x 42 x 34,5 cm
Skizze S. 245 Bronze und Granit
2003
Willem Lenssinck - Lady Bird