L’empire des Sens
Willem Lenssinck
Manchmal entsteht ein Werk durch einen umgekehrten Arbeitsprozess. Der Bildhauer Willem Lenssinck stieß bei dem Steinmetz auf diesen Sockel. Ein Objet trouvé, denn Sockel sind rund oder quadratisch und keineswegs dreieckig. Doch was passt dann dazu? Als figurativer Bildhauer entwarf er einen eleganten Frauenkörper. Gleichzeitig stammt der Titel von einem japanischen Film aus dem Jahr 1976. Die weibliche Hauptfigur beansprucht ihre eigene Sexualität auf radikale Weise. In einer Zeit und Kultur, in der weibliche Begierden in Japan traditionell unterdrückt wurden. Die Selbstbewusstheit der Frau kommt hier voll zum Ausdruck. Eine klassische Skulptur mit einem modernen & aktuellen Touch.
27 x 84 x 125 cm inkl. Sockel
Bronze & Granit
1990
Erwähnt in der Monografie S. 132, 272