Raumpferd
Willem Lenssinck
Raumfahrtpferd oder Pferd im Weltraum. Es beginnt mit einer Fantasiezeichnung eines fast mechanischen Pferdes, wobei die Stilisierung an den Zeitgeist von Science-Fiction-Filmen wie Star Wars anknüpft. Das Besondere ist die Maske, die der Reiter trägt. Willem sah diese bei einem Bauern in der Nachbarschaft, der auf einem Traktor saß. Es sind ganz spezielle Spritzmasken mit einer Spitze hinten am Helm. Mit einem Filter gegen die giftigen Stoffe, die sie selbst auf ihre landwirtschaftlichen Flächen sprühen. Vorne im Helm befindet sich eine Batterie mit einem Motor und einem Ventilator, damit die Maske nicht beschlägt. Im Landwirtschaftsladen kaufte er die Maske damals für 500 €. Das war viel Geld zu dieser Zeit. Es scheint, als ob diese Bauern in einem Science-Fiction-Film sitzen, ohne es selbst zu merken. Für sie ist es einfach ein praktisches Ding. Da der Reiter die gleiche Figur ist wie der tanzende Wächter, wurde nur sein Schild in eine Satellitenschüssel verwandelt. Der Speer ist zu einer Antenne geworden. Eigentlich ein erster Reiter mit einem Mobiltelefon, lange bevor dieses erfunden wurde. Es gibt drei Versionen dieses Bildes. Die mittlere Größe war die erste, die Willem selbst komplett aus Ton gefertigt hat. Die große wurde danach in Paris bei der Fa. Bousquet vergrößert, und danach wurde die kleinste Version gedruckt. Es ist so weit vorausgedacht, dass es nicht mehr zeitgemäß ist. Museen erkennen dies (noch) nicht, weil sie vor allem zurückblicken, findet Willem.
79 x 19 cm / 117 x 47 cm / 217 x 50 cm
Bronze & Granit
1989 / 2005
Erwähnt in der Monografie S. 134-137, 243