Christopher
Lia Laimbock
In Christopher bezieht sich Lia Laimböck auf den Riesen, der ein Kind über das Wasser trägt und erst auf halbem Weg erkennt, dass er Jesus trägt. Eine Last, die immer schwerer wird, weil er die Welt mit sich trägt. Sie übersetzt dieses Thema in ein kraftvolles, schlichtes Bild in Schwarz mit Blattgold. Die stilisierte Figur und die schützenden Handgesten zeigen Verantwortung, Schutz und innere Stärke. Das Gesicht wirkt fast wie eine Maske: still, konzentriert und ohne Drama, gerade dadurch überzeugend. Bewusst seiner Aufgabe. Wie in vielen ihrer Gemälde geht es nicht um das Kopieren der Wirklichkeit, sondern um Suggestion und Illusion. Ein Bild, das Raum für Interpretationen lässt. Wer trägt wen? Christopher ist damit nicht nur ein Porträt, sondern eine zeitgenössische Verbildlichung des Tragens – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.
280 x 200 cm
Schwarze Acrylfarbe auf Blattgold auf Leinen
2019
Unicim
Das andere Foto eines vergleichbaren Gemäldes zeigt die wahre Größe.